Sensitivity Reading

zu den Themen: Asexualität, Alkoholismus und toxische Beziehungen

Warum Sensitivity Reading?

Bücher und Geschichten prägen unsere Gesellschaft wesentlich mit, das ist kein Geheimnis. Sie beeinflussen Leser:innen in ihrer Wahrnehmung, ihrer Einstellung und ihrem Denken. Sie können Weltbilder und Ansichten verfestigen oder vollkommen verändern. Deshalb sind Bücher, die marginalisierte Gruppen und sensible Themen aufgreifen, essenziell für unser Zusammenleben. Optimalerweise achten wir als Autor:innen darauf, mit unserer Darstellung keine schädlichen Tropes und falschen Klischees zu reproduzieren. Ein Sensitivity Reading kann dir dabei helfen.

Als grey-asexuelle Autorin ist es mir ein Anliegen, zu Geschichten mit diverser, durchdachter Repräsentation beizutragen.

Bei folgenden Themen kann ich dich unterstützen:

– Asexualität

Die Definition von Asexualtiät lautet „keine oder nur wenig sexuelle Anziehung zu anderen Menschen zu verspüren“. Oft wird die erweitert um „kein Bedürfnis nach sexuellen Handlungen“. Wie so vieles im Leben ist Asexualität ein Spektrum, das viele unterschiedliche Sublabels (also Detaildefinitionen) und Identitäten umfasst. Es gibt nicht die asexuelle Figur in einem Buch. Es gibt dutzende verschiedene Möglichkeiten.

Mit meinem Hintergrundwissen, meiner eigenen Erfahrung und meinem Wissen aus Kontakten zu anderen asexuellen Menschen unterstütze ich dich dabei, vielschichtig, menschlich und authentisch über Ace-Figuren und ihre Erfahrungen zu schreiben.

– Alkoholismus

Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit werden in unserer Gesellschaft nach wie vor taubisiert. Involvierte Personen sprechen oftmals nur in vertrauten oder anonymen Kreisen darüber, wenn überhaupt. Obwohl Beratungsstellen und Fachautoren viele Informationen zugänglich machen, werden die Auswirkungen und Reichweite dieser Sucht nach wie vor stark unterschätzt. Insbesondere der Einfluss auf das Umfeld (Partner, Familie, Kinder) und das Leben involvierter Personen wird oft übersehen. Ebenso herrschen in unseren Unterhaltungsmedien viele Klischees vor, die das Thema nur begrenzt oder in schädlicher Weise wiedergeben.

Mit diesem Themenfeld befasse ich mich bereits seit einigen Jahren, habe auch selbst bereits über alkoholgeschädigte Charaktere geschrieben. Hier kann ich dich mit tiefergehendem Wissen unterstützen, das sich nicht mit einer schnellen Internetsuche finden lässt. Gerne analysiere ich deine Geschichte oder Charaktere auf problematische Tropes, Oberflächlichkeiten und Kontext, damit einer gelungenen Darstellung des Themas nichts mehr im Wege steht.

– Narzissmus / toxische Beziehungen und Personen

Von diesen gefährlichen Verbindungen, sei es in der Paarbeziehung, in Freundschaften oder im Arbeitsumfeld, sind viel mehr Menschen betroffen, als es den Anschein hat. Trotz einer grossen Fülle an leicht zugängelichen, fundierten Informationen im Internet, halten sich Irrtümer und mangelndes Wissen auch hier hartnäckig. Erklärungen sind oft abstrakt und vermögen keine konkrete Vorstellung einer Situation hervorzurufen. Das kann für uns Autor:innen sehr herausfordernd sein.

Als jemand, der toxische Personen jahrelang wie ein Magnet angezogen hat, kann ich dir hier zusammen mit meinem vielen Recherchewissen, das ich für mein eigenes Buch betrieben habe, zur Seite stehen. Ich weiss, wie es sich anfühlt, drinnen zu sein, ich weiss, welchen inneren und äusseren Schwierigkeiten man gegenübersteht und ich weiss, welche Fehlannahmen sich im Unterbewusstsein vieler halten (solche haben bei mir einst das Problem erst verursacht). Hier kann ich dir helfen, konkret zu werden und den damit verbundenen Gefühlen und Zusammenhängen auf den Grund zu gehen.

Mein Angebot

Für den kleinen Geldbeutel:

  • Exposé-Analyse: Ich analysiere dein Exposé auf klischeehafte und problematische Tropes sowie auf die Rolle des Themas innerhalb des Kontextes deiner Geschichte. Ein ausführliches Feedback mit der Möglichkeit für ein anschliessendes Beratungsgespräch ist inklusive. Diese Lösung empfehle ich dir, wenn das Thema in deiner Geschichte eine kleine Rolle einnimmt, du dich aber trotzdem absichern möchtest.
  • Charakter-Analyse: Hier gehen wir ähnlich vor wie bei der Exposé-Analyse, nur mit dem Unterschied, dass du mir deine betroffene Buchfigur vorstellst. Ich prüfe die Figur auf Vielschichtigkeit, Klischees und mögliche Stolperfallen und Verbesserungen. Diese Lösung empfehle ich dir, wenn du einen Charakter hast, bei dem das fragliche Thema eine grössere Rolle spielt oder er/sie* als Perspektivträger:in auftritt.
  • Input-Gespräch: Du hast bereits eingehend recherchiert, deine Geschichte steht praktisch schon und du bist zuversichtlich, dass es dir so weit gelungen ist. Doch da gibt es noch diese eine eine Frage, die dir keine Ruhe lässt. In einem Input-Gespräch sprechen wir über genau diese Frage, gehen der Sache auf den Grund und finden eine Lösung, mit der du wieder ruhig schlafen kannst. Diese Lösung empfehle ich, wenn du ein ganz spezifisches Problem mit deiem gewählten Thema, einer bestimmten Szene, einem Kapitel oder einem verwendeten Trope hast.

Für den grossen Geldbeutel:

  • Komplettes Sensitivity Reading: Ähnlich wie bei einem Lektorat arbeite ich dein Manuskript von vorne bis hinten durch und versehe es mit Hinweisen, Inputs und Verbesserungsvorschlägen. Deine Geschichte wird umfassend auf das fragliche Thema geprüft. Diese Lösung empfehle ich dir, wenn einer der erwähnten Inhalte Thema deiner Geschichte ist, also innerhalb der Geschichte eingehend auf die Situation und damit verbundenen Problematiken eingegangen wird.
  • Projektbegleitung: Ich begleite dich im Schreibprozess von A-Z, unterstüzte dich bei der Planung, der Ausarbeitung der Charaktere und während des eigentlichen Schreibens mit all deinen Fragen, Gedanken und Ängsten. Diese Lösung empfehle ich dir, wenn du nicht mehr durch deine Recherche durchblickst, weil es so ein Dschungel ist, du unsicher bist und befürchtest, dich in problematischen Tropes zu verheddern.

Wenn du ein Sensitivity Reading, eine Analyse oder ein Input-Gespräch zu einem dieser Themen wünschst, schreib mir eine Mail.